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Best-Practice-Tag am 21.10.2009

Programm:
Folder Best-Practice-Tag 2009
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Referenten:
Referenten inklusive CV und Abstract
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Der Komponist Joseph Haydn schrieb zwar an Leopold Mozart, dass dessen Sohn Wolfgang von allen Zeitgenossen die beste Wissenschaft zum Komponieren habe, aber Wissenschaft im heutigen Sinn meinte er damit nicht.
 
Heute aber ist gerade die Verbindung von Kunst und Wissenschaft eines der spannendsten Projekte unserer Zeit.
 
Hier kommen subjektive Größen wie Wahrnehmung, Empfindung mit wissenschaftlichen Größen wie Messen, Analysieren und Untersuchen zusammen. Man weiß aber heute mehr denn je um den subjektiven Faktor der Wissenschaft und man weiß heute mehr denn je um den objektiven Faktor in der Kunst.
 
Von Österreich ist der Impuls für diese moderne Betrachtung der Musik ausgegangen.
 
Juan G Roederer bei Mozart und Science 2006
Der Physiker und Psychoakustiker Juan G. Roederer begann 1973 mit Seminaren im Festivalrahmen des Carinthischen Sommers die Frage zu stellen, wie Wissenschaften und Musik zueinander in Beziehung stehen. Dazu schreibt die Musikpsychologin Diana Deutsch, USA, 2004:
 
" ... A series of interdisciplinary workshops on the Physical and Neuropsychological Foundations of Music…were held in Ossiach, Austria [during the Carinthian Summer festivals], and it was at these workshops that many of us learned for the first time, and with great excitement, about studies on music that were being carried out in each other's fields. It became clear at these exhilarating workshops that an interdisciplinary study of music, with input from music theorists, composers, psychologists, linguists, neuro¬scientists, computer scientists, and others, was not only viable but even necessary to advance the understanding of music".
 
Forschung in Salzburg - Herbert von Karajan und Prof emerit Gerhard Harrer
Es blieb nicht nur bei diesen Seminaren. Auch an der Salzburger Paris Lodron Universität wurde zunächst dazu geforscht und kein geringerer als der Dirigent Herbert von Karajan stellte sich für die Forschung zur Verfügung und unterstützte die Wissenschaftsseminare zu den Pfingstfestspielen.
 
LR Mag. Sobotka
Mozart & Science 2006
In dieser Tradition hat die Internationale Music and Art Research Association Austria (I.M.A.R.A.A.) das Mozartjahr 2006 zum Anlass genommen, diese Frage wieder in Österreich aufzugreifen. Mit der Landesregierung des Bundeslandes Niederösterreich wurde im Oktober 2006 erfolgreich der Erste Interdisziplinäre internationale Kongress der Musikwirkungsforschung – Mozart & Science 2006 - in Baden bei Wien gehalten.
 
Im November 2008 folgt in Wien, im Palais Niederösterreich, der 2. Kongress, Mozart&Science 2008. Seine Aufgabe wird sein, verlässliche Maßstäbe für die Anwendung von Musik in der Medizin zu erarbeiten, neueste Theorien zum psycho-physiologischen Musikerwerb zu diskutieren, sowie internationale Forschungen zur Musikwirkung vorzustellen.